Medientreff NRW 2009 |
| Im Ohr des Hörers - Radio: Stimme, Musik, Emotion Welche Rolle spielt das Radio im Leben seiner Hörer? Was hat sich verändert? Was wird sich verändern? Hat das klassische Radio eine Zukunft? |
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Geht es tatsächlich nur noch um das "Herunterleiern" von lustigen Ansagen oder die Berieselung mit möglichst wenig störender Musik? Was bedeutet Hören für Menschen? Wie hören sie? Kann das Radio in seiner derzeitigen Verfassung dazu beitragen, Hören zu entwickeln oder ist es ein Element, das einen Beitrag zur "akustischen Umweltverschmutzung" leistet, wie eine Reihe von Kritikern meinen? Und was bedeutet das wiederum für Radiomacher/-innen, die vor der Aufgabe stehen, Radio als zukunftsfähigen Teil der Medienszene zu sichern? Mehr als 60 Programmmacher, Berater und Wissenschaftler trafen sich beim ersten Medientreff in Bad Honnef. Das Katholisch-Soziale-Institut (KSI) hat mit dem Medientreff 2009 Programmmachern und Programmverantwortlichen des Hörfunks – nicht nur aus NRW – ein Forum geboten, um über Bedeutung von Stimme und Sprechen im Radio zu diskutieren.
Das Veranstaltungskonzept entwickelte die MedienQualififzierung – Akademie für Hörfunk und Medien, die eine Reihe namhafter Radioexperten verpflichten konnten. Angesichts des Zuspruches von Vertretern der NRW Lokalradios scheint das Interesse an einem solchen Forum in NRW groß zu sein.
Claudia Schall, Chefredakteurin von Radio Köln, die ein Panel mit der Fragestellung „„Was macht Stimmen attraktiv? Sprache und Sprechen im Radio.“ moderierte, stellte fest: „Es ist gut dass es für Radiomacher in NRW wieder einen Medientreff gibt und beim nächsten Mal müssen nur noch mehr Leute kommen, dafür sollten wir alle werben.“
Das beliebte und häufig genutzte Attribut der „Authentizität“ wurde in seiner Aussagefähigkeit heftig in Frage gestellt, denn - so die überwiegende Mehrheit der Diskutanten – ist Sprechen im Radio eine professionelle Kompetenz, die erworben werden muss und erworben werden kann. Nur wenn professionelle Kompetenz entwickelt wurde kann Radio gelungene Kommunikation herstellen. Dazu gehört aber auch, so Stephan Hampe, der Zusammenhang von Stimme, Sprechen und Inhalt. Und Stephan Halfpap verwies darauf, das es „Typen“ bedürfe, also Persönlichkeiten, die dem Profil eines Senders und des jeweiligen Formats entsprechen. Nur so könne es gelingen glaubwürdig zu kommunizieren.
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